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Pyrometer Flir TG 165

Veröffentlicht von Joe-C (jch) am Jun 04 2016
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Einleitung

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Das Pyrometer hab ich, wie so oft, gebraucht erworben. Es hat mich wegen der geringen größe interessiert und der Tatsache,
das da drin ein STM32 Mikrocontroller (wie der hier) arbeitet.

Prinzipiell kann man das Teil als besseres Pyrometer sehen, oder als schlechtere Wärmebildkamera sehen.
Ich habe mich dazu entschlossen, es als Pyrometer zu betrachten, was ich weiter unten begründen werde.

Im Einsatz

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Der Einschaltvorgang ist relativ schnell erledigt und man bekommt auch relativ schnell ein Wärmebild zu sehen.
Die Auflösung der Wärmebildkamera ist 80x60.

Es ist ein Lepton Core verbaut, dass Gerät hat also den gleichen Bildsensor, wie die FLIR C2.
Allerdings wird bei der C2 der Sensor richtig ausgereizt mit der Temperaturmessung.

Bei dem TG 165 ist die Wärmebildkamera nur zur Anzeige. Die Angezeigte Temperatur kommt nur und ausschließlich vom Pyrometersensor.
Außerdem wird die Skala bei der Kamera immer auf das ganze Bild ausgelegt und lässt sich nicht beeinflussen.
Das kann zu dem unschönen Effekt führen, das die Kamera für feinere Differenzen "Blind" wird.
Beispiel: man betrachtet auf dem Bauernhof den Stall und sieht die Stromleitungen in der Wand, die sich durch ihre Verwendung leicht erwärmen.
Plötzlich wird fast das ganze Bild rot und eine tief blaue Ecke erscheint. Die Kamera hat über das Fenster den Himmel drauf bekommen,
der mit -16 °C nicht gerade viel Wärmestrahlung abgibt (Sonniger Tag, keine Wolken).
Da die Kamera aber immer über das gesamte Sichtfeld autoscaliert, werden die zuvor gesehenen Details "überstrahlt".

An und für sich nichts ungewöhnliches, das machen andere Kameras auch. Aber da kann man, für Fälle wie diesen, die Temperaturscala fest einstellen.


 Kamera

Kamera

Die Größe der Kamera ist durchaus angenehm klein. Sie hat eine standard Pistolengriffform und einen fest eingebauten Akku. Das optische Fenster des Pyrometersensors ist um einiges größer, als das miniloch für die Wärmebildkamera (zum schutz des Shutters ist vor der Kamera ein IR-Window, was man auch auf den Bildern sieht, die eigentliche Linse ist <3mm im Durchmesser).
Die 2 Laserponter sind so ausgerichtet, dass sie größe des Messflecks des Pyrometers anzeigen.
Ich glaub es war ein Laserpunkt oben links und einer unten rechts... kann aber auch Spiegelverkehrt gewesen sein.

Geladen wird die Kamera wieder über micro USB. Sie wird als Laufwerk erkannt und zeigt dort die Bilder an.

 


 Bilder

Bilder

Die Kamera hat, aufgrund ihres Aufbaus und der Tatsache, das die Temperaturdaten nur von dem Pyrometerteil kommen den Effekt, bei nahen Objekten das Messkreuz am falschen Punkt zu haben.

Ansonsten kann sich die Bildqualität schon sehen lassen. Sie liefert einen guten Kontrast und eine gute Bildschärfe.
Die Bilder, welche vom Pyrometer auf Micro-SD Karte gespeichert werden, sind Bitmaps ohne Radiometrische Infos. Heisst im klartext, nachträgliche Analyse ist nur sehr bedingt möglich... was gerade auf dem Bild nicht so zu sehen ist, lässt sich im Nachhinein auch nicht korrigieren.

Es sind verschiedene Farbscalas auswählbar und man kann den Emissionsgrad einstellen, aber außer einem einfachen Bild, liefert das Gerät nix.

Ich hab mich nur wenige Tage damit beschäftigt, bevor ich sie Verkauft hab.




 

Zuletzt geändert am: Jun 04 2016 um 8:22 AM

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