ThermoVision_JoeC





MapCal

Veröffentlicht von Joe-C (jch) am Apr 11 2017
ThermoVision >>

Index

Zurück zur Übersicht

Einleitung

zurück zum Index


Zum möglichst sauberen erfassen von Wärmebildern verwende ich eine 2 Punkt Kalibrierung (Beschreibung in Englisch) für jeden Pixel, dieser Vorgang heißt bei mir Mapcal, da das Resultat eine Karte (Map) mit Kalibrierwerten ist.

Man benötigt 2 gleichmäßig erwärmte Oberflächen, eine möglichst kühle und eine möglichst warme.
Für schnelle Tests reicht für gewöhnlich die Wand als "cold Reference" und die Handinnenfläche als "hot Reference".
Es ist dabei nicht sonderlich wichtig, welche Temperaturen die Oberflächen genau haben, aber es ist sehr wichtig, dass sie gleichmäßig warm sind, oder zumindest der Teil vor der Kameralinse den Sensor gleichmäßig bestrahlt.

Im Einsatz

zurück zum Index



  Seek Thermal XR

Seek Thermal XR

Auflösung: 206x156
Da die Seek ein möglichst billiges Gerät ist, wurde jeder 15th Pixel frei gelassen (wegen einem Patent). Das verschlechtert natürlich massiv die Bildqualität, besonders wenn wie in diesem Beispiel ganze Linien defekt sind. Außerdem ist der Sensor sehr Temperaturempfindlich. Die Mapcal ist daher nur richtig einsetzbar, wenn der Detektor weder wärmer noch kälter wird.
Weitere infos bei der Kameraseite: Seek Thermal.

 


  Thermal Expert Q1

Thermal Expert Q1

Auflösung: 384x288
Diese Kamera hat ein geringes Rauschen und einen Temperaturdrift der sich in grenzen hält. Das sie so ein sehr viel sauberes Bild erzeugt wundert daher wenig.

 

Kalibrierung

zurück zum Index


Zur Erfassung werden die Rohdaten der Kamera genommen. Es wird zuerst eine "cold Reference" aufgenommen. Das heißt, die Kamera muss auf das kühlere Objekt gerichtet sein.
Dann wird ein Kamerabild erfasst, das im Idealfall den für jeden Pixel eigenen Messwert für die Referenz zeigt.
Ist dieses KameraRohbild gespeichert wird das gleiche nochmal mit der "hot Reference" gemacht.

Dann sind 2 Kamerabilder vorhanden. Der nächste Schritt ist die Berechnung, der Erfolg normalerweise gleich automatisch.
DeathPixelMap:
Zuerst wird eine DeathPixelMap erstellt (Es wird die "cold Reference" dafür genommen), das ist im Grunde nur ein Binär Array... entweder ist ein Pixel gut, oder schlecht. Alle Pixel deren Messwert in einem gewissen Zahlenbereich liegen, gelten erst mal als gut, alle anderen (Kurzschlüsse oder offene Stellen auf dem Sensor z.B.) werden gleich als schlecht markiert.

GainMap
Jetzt wird für jeden Pixel (der nicht als schlecht markiert wurde) die Änderung erfasst. Dabei werden die Werte von "hot" durch "cold" geteilt und es entsteht der sogenannte Gain-Wert, der zwischen beiden Bildern liegt. Ist dieser zu groß, stimmt mit dem Pixel was nicht, ist er zu klein, ist es ein defekter oder "blinder Pixel", beide werden in der DeathPixelMap als schlecht markiert.

Ofsetmap
Jetzt werden alle (nicht schlechten) Pixel von dem "cold" Frame zu einem Mittelwert zusammen gerechnet. Dann wird jeder Pixel von diesem Mittelwert abgezogen und es entsteht die Offset Map.

Sind die 3 Maps erstellt, ist die Funktion fertig und die Mapcal kann benutzt werden. Funktionsweise der Mapcal:

  1. Ein Rohbild wird von der Kamera erfasst
  2. jeder Pixel wird mit dem entsprechenden Pixelwert der Gainmap multipliziert
  3. zu jedem Pixel wird der entsprechende Pixelwert der Offsetmap gerechnet
  4. dann werden alle als schlecht markierten Pixel durch den Mittelwert aller nicht schlechter Nachbarpixel ersetzt
  5. Das Ergebnis ist ein Kamerabild, was zur Darstellung nur noch eingefärbt werden muss und mit dem Temperaturmessungen gemacht werden können



 

Zuletzt geändert am: Apr 11 2017 um 7:43 PM

Zurück


 


  LastVirusScan

Downloads

Ältere Versionen wurden wegen Virus-Falschmeldungen entfernt,
weitere infos hier: Virusmeldungen

ThermoVision_Joe-C_1.6.0.0RelFE.zip (6.8 MB) <- Aktuell

Google Drive von Hier

ThermoVision_Joe-C_1.5.0.0RelFE.zip (6 MB)

Google Drive von Hier